Nahe

Im Auf und Ab der Weingeschichte genossen die Steilhänge der Nahe Anfang des 19. Jahrhunderts schon einmal allerhöchstes Ansehen. Auch Johann Wolfgang von Goethe hielt das allgegenwärtige Lob in seinen Notizen fest: „Nun rühmte die Gesellschaft einen in ihrer Gegend wachsenden Wein, den ,Monzinger‘ genannt.“

2.000 Jahre Weinbautradition hat das Anbaugebiet an der Nahe und den Nebenflüssen Glan und Alsenz. Vor kalten Winden durch den hohen Hunsrück geschützt, schaffen milde Temperaturen und viel Sonnenschein ein hervorragendes Klima für den Weinbau in dem regenarmen und sonnigen Tal. Die Böden haben hier die größte Vielfalt auf der kleinsten Fläche deutschlandweit. Es werden mehr als 180 Bodenvarianten in der Weinregion vermutet. Die Vielfalt reicht von Quarz- und Schieferböden über Porphyr, Melaphyr und Buntsandstein an der mittleren Nahe bis hin zu Verwitterungsböden, die zum Großteil Ton, Löß und Sand enthalten. Hier wachsen auf rund 4.000 Hektar hauptsächlich Riesling aber auch Rivaner, Silvaner, weiße und rote Burgunder und vereinzelt Dornfelder.

Weingut Gloria Mathern, Niederhausen

Nach dem frühen Tod ihres Mannes übernahm die studierte Innenarchitektin Gloria Mathern 2002 den Betrieb, Kellermeisterin ist Jenny Nordmann. Die Basis des Weinguts Mathern ist der hochwertige Lagenbesitz, unter anderem in der Hermannshöhle, Berg Rosenheck sowie Norheimer Lagen.

Die Weine werden reduktiv ausgebaut und sind sehr individuell. Neben dichter Terroirwürze und strukturellem Aufbau erreichen sie auch an feinstofflicher Brillanz ein tolles Niveau.Die alte Schule des Weindorfes ist heute ein modernes, ausgefallenes Gästehaus im Weingut.